Ein Kurzbericht von Ing. Manfred Schärfinger
Die Bürgerliste IAO entstand 1999 aus einem Projekt, wo auch über Oberwaltersdorferinnen und Oberwaltersdorfer drübergefahren werden sollte. Lärmbelästigung der betroffenen Anrainer wäre die Folge gewesen. Der Grundgedanke: BürgerInnen sollen ohne Parteistrukturen im Gemeinderat vertreten sein. Mit der Gemeinderatswahl 2000 kam ich mit einem Mandat in den Gemeinderat.
Als Unterstützung gab es ein kleines Team. Neben meiner Frau Linda waren es noch Helga und Peter Walcher.
Bei der ersten Ausschusssitzung erlebte ich, wie eine Zusammenarbeit gewünscht war. Auf meine Frage: „Ist es erwünscht, dass ich mitdiskutiere?“, erhielt ich prompt von der damaligen „Ortskaiserin“ Helene Auer die Antwort: „Nur zuhören, sonst nichts!“. Ausschüsse sind nach der Mandatsstärke besetzt und dort bestimmen die Machthaber, was gewünscht ist und was nicht. Dies entsprach nicht meinem Verständnis von Demokratie. Natürlich ließ ich mir die Bereitschaft zum Engagement nicht nehmen. Ich wurde ja von den Oberwaltersdorferinnen und Oberwaltersdorfern gewählt um mich zu engagieren!
Ab sofort lernte ich die Arbeit der politischen Parteien in Oberwaltersdorf kennen. Sie war geprägt von Partei– und Eigennutz einzelner Personen, Freunderlwirtschaft, sowie dem Bestreben um Machterhalt mit allen Mitteln. Dies spürte ich besonders, als die Kampagne mit Unwahrheiten über meine/unsere Arbeit im Gemeinderat begann, die bis heute andauert. Ich ließ mich davon aber nicht von meinem kommunalen Engagement abbringen und immer mehr Personen machen mit.
In den 10 Jahren meiner Gemeinderatstätigkeit hatte ich nur 2 Tage, wo ich mich fragte:„Manfred, warum tust du dir das an!“ Es war der Moment, wo auf ziemlich miese Art und Weise meine Person in Misskredit gebracht wurde. Die handelnden Personen sind heute noch im Gemeinderat, ich werde sie aber nicht nennen.
Ich weis mich zu wehren und orientiere mich an den Werten Ehrlichkeit und Gerechtigkeit und setze mich weiter für die Oberwaltersdorferinnen und Oberwaltersdorfer ein.
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Es kommt der Zeitpunkt, wo Unwahrheiten aufbrechen und erkannt werden. Die Gerechtigkeit wird die Oberhand behalten. Notwendig dafür ist, beharrlich zu bleiben und konsequent die Werte leben und sie auch weiterzuvermitteln. Dazu gehört Ausdauer und Geduld. Ausdauer habe ich und an meiner Geduld arbeite ich.
